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Ändere-dein-Passwort-Tag – Tipps für unvergessliche Passwörter

Smartphone, welches für eine digitale Unterschrift genutzt werden kann
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20. Januar 2021
 
Heute, am 1. Februar ist der Ändere-dein-Passwort-Tag. Dieser wurde 2012 ins Leben gerufen, weil nach einem Angriff auf einen Online-Shop in den USA Millionen von Konten zurückgesetzt werden mussten. Der heutige Tag sollte uns eigentlich dazu auffordern, sichere Passwörter zu verwenden und diese regelmässig zu ändern, doch es gibt auch kritische Stimmen…

"Das Passwort muss aus mindestens 8 Zeichen bestehen und Gross- und Kleinschreibung berücksichtigen." Diese Notiz dürfte vielen von uns bekannt vorkommen, wenn wir bei einem neuen Dienst ein Konto anlegen. Viele greifen natürlich auf ein einfach zu merkendes Passwort zurück, als Beispiel "Jerry2000". Dabei ist der Name der Katze sowie das eigene Geburtsjahr nicht schwer zu knacken, besonders wenn es Leute in Ihrem Umfeld auf Ihr Nutzerkonto abgesehen haben. Dazu kommt noch, dass man für viele Dienste einfachheitshalber dasselbe Passwort benutzt – sollte also jemand das Passwort knacken hat er damit Zugriff auf etwa 50% der Online-Konten. Doch was macht ein starkes Passwort aus und – die fast noch wichtigere Frage – wie kann man sich dieses merken?

Über Muster und Systeme, sinnvolle Sinnlosigkeit und Sonderzeichen

Ein häufig verwendetes System ist dieses, dass man sich einen einfach zu merken Satz ausdenkt und nur die Anfangsbuchstaben der Wörter benutzt. So wird "Jerry ist ein Maine-Coon-Kater und 11 Jahre alt" zu "JieMCKu11Ja".

Weiter benutzen einige Menschen für jede Plattform generell dasselbe Passwort, haben dabei aber ein bestimmtes Muster: Sie setzten den Namen der Plattform ein. "Jerry[Name der Plattform]2020" ist schon schwerer zu knacken und wird nie mehrmals verwendet.

Ein weiterer Trick ist, komplett sinnlose Passwörter zu verwenden, welche man sich dennoch merken kann, eben weil sie so bescheuert klingen mögen. Ein Beispiel: HüpfenderGartenzaun26. Schon mal an einen hüpfenden Gartenzaun gedacht oder einen gesehen? Nein? Ich auch nicht.

Hilfreich ist es auch, Sonderzeichen miteinzubeziehen. "!Jerry*2000" oder "Hüfender_Gart3nzaun?26" sind nicht mehr so einfach zu knacken.

Um das Passwort noch stärker zu machen kann man natürlich die oben genannten Methoden und Tricks zusammen benutzen.

Und wer Angst hat, er könne sich seine Passwörter so nicht merken kann auf Passwort-Safes zurückgreifen. Bei diesen Programmen wird meistens ein Master-Passwort festgelegt und nur mit diesem kann man anschliessend auf all die abgespeicherten Passwörter zugreifen. Man sollte lediglich darauf achten dieses Master-Passwort nicht zu vergessen.

Die kritischen Stimmen vom Ändere-dein-Passwort-Tag

Der 1. Februar wird jedoch nicht von allen als sinnvoll betrachtet. So zum Beispiel auch von heise-Security-Chefredakteur Jürgen Schmidt: Er meint, dass starke Passwörter gar nichts bringen, wenn der damit verbundene Online-Dienst nicht genügend abgesichert ist. Die Anbieter sollten sich lieber darauf konzentrieren, dass ihre Daten nicht gestohlen werden. Es würden nämlich bereits etwa 2,2 Milliarden Datensätze mit gestohlenen Zugangsdaten im Internet kursieren.

Quellen: https://www.pcwelt.de/a/heute-ist-der-aendere-dein-passwort-tag,3386805#:~:text=Der%20%22%C3%84ndere%20dein%20Passwort%22%2DTag%20(bzw.,diese%20auch%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20zu%20%C3%A4ndern
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Steckt-Euch-Euren-Aendere-dein-Passwort-Tag-sonstwohin-4291584.html

Übrigens: Wo Sie sich jedoch keinen Kopf um gestohlene Kundendaten oder starke Passwörter machen sollten ist beim Versenden von E-Mails mit heiklem Inhalt. Dank Frama RMail können Sie neben vielen anderen hilfreichen Funktionen auch das Verschlüsseln von Nachrichten mit Passwort verwenden. Entweder lassen Sie automatisch eines generieren oder Sie bestimmen selbst eines (natürlich unter Berücksichtigung der obigen Tipps). Mehr dazu können Sie hier lesen.

 

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