parallax background

Phishing- & Whaling-Angriffe: So können Sie sich davor schützen

20. November 2019
Laptop in einem dunklen Raum mit Code auf dem Bildschirm.
IT-Sicherheit fängt beim Mitarbeiter an
13. November 2019
Erfahren Sie mehr über die automatisierte Sicherheit ✚ wie Sie Ihre Geschäftsprozesse mit dem RMail Gateway beschleunigen können.
Frama RMail Update: Sicherheit vereinfachen mit Security Automation
27. November 2019
 
Bei den Begriffen Phishing & Whaling denken viele ans Angeln, Meer, Wind und Abenteuer. Kaum jemand denkt in die andere Richtung: abfischen, abgreifen und fangen. Phishing & Whaling haben in der IT-Welt eher mit letzterem zu tun. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel den Unterschied zwischen Phishing und Whaling und geben Tipps, wie sie den Kampf gegen Angelhaken, Schleppnetze und Köder bestehen können.

Anfangs 2016 passierte es dem grossen Social-Network Konzern Snapchat: Ein erfolgreicher Angriff wurde auf das Unternehmen ausgeübt. Dabei bekam ein Mitarbeiter der HR-Abteilung eine E-Mail des CEOs, der nach Gehaltsinformationen von Mitarbeiter fragte. Da man nur sehr ungern eine Mitteilung des Chefs unbeantwortet lässt, wurden die Daten an ihn geschickt. Wenig später wurden sie auf einer Website namens SnapchatDB veröffentlich. Dabei wurde klar, dass die E-Mail nicht vom eigentlichen CEO Evan Spiegel stammte und Snapchat Opfer von einem Whaling-Angriff wurde. Das Unternehmen schaltete daraufhin das FBI ein und bot allen betroffenen Mitarbeitern kostenlos eine zweijährige Identitätsdiebstahlversicherung an (ganzer Artikel hier, nur in Englisch).

Was ist Phishing?

Phishing ist eine gezielte Manipulation der Anwender, basierend auf Social Engineering. Dabei wollen Cyberkriminelle an vertrauliche Informationen gelangen, indem sie sich als eine seriöse Person oder Institution ausgeben. Diese Angriffe werden meist via E-Mail auf sehr viele Anwender ausgeübt, in der Hoffnung, dass einige darauf hereinfallen. Ein klassisches Beispiel dafür sind E-Mails vom technischen Support, aber auch von eBay, PayPal und Amazon. Oftmals werden Probleme mit dem Benutzerkonto angeführt und der Empfänger aufgefordert auf einen Link zu klicken. Auf dieser Website werden dann die eingetragenen Daten direkt an den Betrüger gesendet.

Was ist Spear-Phishing?

Eine weitere Form von Phishing ist das Spear-Phishing. Wenn man mit einem Speer nach Fischen jagt, braucht man ein bestimmtes Ziel. Beim Spear-Phishing will der Angreifer von genau einem Mitarbeiter heikle Informationen, zum Beispiel Finanzdaten. Bei dieser Methode werden die Angriffe aufwändiger geplant, was die Chance erhöht, dass das Opfer darauf eingeht. Oftmals wird Spear-Phishing verwendet, wenn der Angreifer von einer Regierung beauftragt wurde.

Was ist Whaling?

Whaling ist wie Spear-Phishing, nur werden hier spezifisch Mitarbeiter einer hohen Position zum Ziel. Diese haben Zugriff auf viele vertrauliche Daten, welche für die Angreifer interessant sind. Um an diese Daten zu gelangen, erstellen die Angreifer individuell zugeschnittene E-Mails oder Webseiten. Dazu werden Informationen über das Opfer via Social Media wie LinkedIn oder Facebook gesammelt. Auch werden oft manipulierte E-Mail-Adressen mit ähnlicher Endung wie die des Unternehmens verwendet und die Signatur des eigentlichen Absenders imitiert.

Wieland Alge, ehemaliger Security-Spezialist bei Barracuda Networks, ist der Meinung, dass die Personalabteilung ein besonders einfaches Ziel für solche Angriffe sei. Viele der dort eingehenden E-Mails besitzen Anhänge und die Mitarbeiter seien ermutigt oder sogar verpflichtet, diese zu öffnen.

Wie können Sie sich schützen?

Jareth vom Emisoft-Blog hat folgende Tipps, um nicht auf solche Angriffe hereinzufallen:

  • Mitarbeiter aufklären: Man sollte die Mitarbeiter über Phishing und Whaling aufklären und schulen. Dazu gehört das Überprüfen der Absender-E-Mail-Adresse oder der Link-URL bei verdächtig wirkenden Nachrichten. Auch mit Anhängen ist ein vorsichtiger Umgang ratsam.
  • Informationen aus Social Media: Weiter sollten die Mitarbeiter auch sorgfältig mit sozialen Netzwerken umgehen. Zu viele persönliche Details können für einen Angriff förderlich sein.
  • Klare Prozesse: Wenn die Mitarbeitenden doch einmal eine E-Mail mit einer Aufforderung für eine Überweisung oder eine Ausgabe sensibler Daten erhalten haben, können Prozesse oder Abläufe helfen. Diese können vorschreiben, dass der Absender der E-Mail durch ein persönliches Telefonat seine Anweisung bestätigt.

Ebenfalls hilfreich ist das Verwenden von Frama RMail. Nebst Funktionen wie Verschlüsselung von E-Mails, elektronische Signaturen oder der einfache Versand von grossen Dateien ist auch ein Schutz vor derartigen Angriffen integriert. Die Struktur des E-Mails wird mit erweiterten Algorithmen geprüft und per Pop-up werden die Mitarbeiter zur Vorsicht gemahnt. Mehr Informationen zu RMail gibt es hier.

 

Es können keine Kommentare abgegeben werden.